Was willst du Meer?!


Vom 20. - 27. Januar 2018 findest dieses wunderbare Seminar im Haus "Schmetterlingsgarten"  auf Teneriffa statt.
Sonne tanken mitten im Winter.

Du kannst erfahren, wie leicht und selbstverständlich Worte beim kreativen Schreiben aus dir fließen. Die beiden Seminarleiter teilen ihre Erfahrungen aus ihren Schreibprozessen mit dir. Als Autor von Gelber geht`s nicht hat Ananda Freude daran, in Menschen auf kreative und entspannte Weise die Lust am Schreiben zu wecken. Anne wird ihre Erfahrungen aus dem Schreiben von sieben erfolgreichen Büchern einbringen.

 

Die unglaubliche Atmosphäre dieses idyllischen Platzes mit Blick auf den Atlantik fördert beides, unsere Entspanntheit und unsere Kreativität.
Mittels ANANDAYOGA kann jeder tief zu Gelassenheit und Freude finden, denn genau das bedeutet Ananda - Freude.


Kreatives Schreiben stellt keine Voraussetzung. Es geschieht in Leichtigkeit da kein Ergebnis erreicht werden braucht. Mittels Übungen kommst du in einen Schreibfluss, der sich vollkommen selbstständig entwickeln darf ohne zu einem Ziel kommen zu müssen. Natürlich kommen dabei auch gute sinnvolle Texte dabei heraus aber genauso gut kann es nur eine Aneinanderreihung von sinnlosen Sätzen oder Lauten sein. Kreatives Schreiben geschieht ohne Druck, ohne eigentliches Tun und ist somit für jeden geeignet.

Auch für ANANDAYOGA brauchst du keine Voraussetztung. Yoga führt dich in die Achtsamkeit deiner eigenen Grenzen und so kannst du auf jedem Level von ANANDAYOGA profitieren.


Für gemeinsame Ausflüge stehen mehrere Optionen zur Verfügung.

  • Da es im Januar zwar warm ist (15 bis 20 ° C.) aber doch etwas kühl zum Schwimmen ist nur ein Badenachmittag geplant
  • Delphintour auf einer Segelmotoryacht ca. 3 Stunden (extra zu bezahlen ca. 30 Euro).
  • Fahrt über spektakuläre Passstraße bis auf 1500 Meter Höhe und Blick in die Schluchten des Mascatal.
  • Für Unterkunft und Halbpension kannst du zwischen Einzel- und Doppelzimmer wählen:

        HP im DZ   462,- €

        HP im EZ   497,- €

 

  • Seminarpreis  270,- €

Nach Anmeldung per Email an mitananda@yogarei.org erhältst du die Kontodaten zur Überweisung der Anzahlung

 

Die Zahlung der gesamten Kosten muss bis 10. Januar abgeschlossen sein

 

  • Der Flug ist selber zu buchen (und im Moment noch unter 200 Euro zu finden)

Gerne kannst du den Seminartransfer in Anspruch nehmen:

  • Vom Südflughafen:  55,- € (ca. 60 Minuten)
  • Vom Nordflughafen: 15,- € (ca. 15 Minuten)

Mietwagen gibt es ab 120 Euro für eine Woche


      ANZAHLUNG:

      bis 4 Monate vor Seminarbeginn (20. September) 200 Euro
      bis 2 Monate vor Seminarbeginn (20. November) 385 Euro
     
bis 1 Monat vor Seminarbeginn (20. Dezember)   580 Euro

      danach volle Gesamtkosten (DZ oder EZ)           732/767 Euro                                    

 

 

STORNO:                                               

bis 4 Monate vor Seminarbeginn               150 Euro
bis 2 Monate vor Seminarbeginn    50 %   366/383 Euro

bis 1 Monat vor Seminarbeginn      75%    549/575 Euro

danach (je nachdem ob DZ oder EZ)       100 %    732/767 Euro

 


voraussichtlicher Tagesablauf:

  • 07:00 Meditation, Mantrasingen, Worte aus der Stille
  • 08:00 Yogastunde
  • 09:30 Frühstück
  • 11:00 gemeinsamer Ausflug oder individuelle Gestaltung
  • 17:00 Kreatives Schreiben
  • 18:30 gemeinsames Abendessen
  • 20:00 Meditation, Mantrasingen, Worte aus der Stille

Highlight an einem passend Nachmittag: Atemworkshop mit Anne Heintze



 

2 kg Leben bitte

 

nein, sie brauchen es nicht einpacken,

ich verwende es gleich,

halte die Füße in die Sonne,

den Kopf in den Schatten

und schaue dem Fluß zu.

 

2 Liter Leben bitte,

ja, in der durchsichtigen Flasche,

ich habe es gerne transparent,
setze die Taucherbrille auf

und habe den Durchblick.

 

2 Meter Leben bitte,

nein danke nicht einpacken,

ich breite es gleich vor mir aus,

setze mich hin mit verschlungenen Beinen

und atme.

 

2 Päckchen Leben bitte,

ich entfessle sie gleich,

ziehe meine Rollschuhe an

und düse ins Blaue.

 

2 Rollen Leben bitte,

ja das rohe,

ich lockere die Vernunftschraube ein wenig

und schlage Purzelbäume.

 

2 Portionen leben bitte,

ja, beide für mich,

es gibt so viel zu tun.

 


Es sägt

den Ast auf dem ich sitze

ich selber ab und ritze

ein letztes Herz in meinen Stammbaum

 


Heut schon gefreut, Frieden verbreitet, Liebe verströmt,

Licht gestrahlt – unbezahlt,

bemalt die triesten Mauern die Mensch von Mensch trennt?!

Heut schon Rehe rennen gesehen, Hennen auf Stangen sitzen,

flitzen den Igel auf kurzen Beinen, den Schweinen den Bauch gekrault?

In den Ohren Kinderlachen, die Hände voller Sachen

die irgendwo hingehören, könnt schwören sie gehören irgendwem.

Heut schon Pflanzen gepflanzt, Schritte getanzt,

vergönnt dir ein Eis zum doppelten Preis als gewöhnlich?

Versöhnlich gesprochen, zerbrochene Herzen von Schmerzen befreit?

Dein Ego mit liebender Geste verstaut im sicheren Raum

wo es bleibt als Traum, bis von dir wieder erweckt.

Schon Pferde gerochen, gesprochen mit Jochen

über das Wesen der Dinge,

vollbringe es jetzt, verletzt sonst die Seele sich schlafen legt.

 


Vergiss, vergesse, vergaß,

jeden Vers, jedes Maß

und bringe

Dinge

zum erscheinen, erstrahlen

und male mir aus

ein auf Pfähle erbautes Haus

und tausche dieses aus

gegen mehrere Möwen die ungleich Löwen auf Pfählen ruhn.

Was hat das zu tun mit dieser Welt?

Nun, es gefällt und ist daher von Wert weil unerklärt,

unerklärlich,

die Last entbehrlich

die auf Schultern ruht.

`s ist gut

dich zum Schmunzeln zu bringen,

die Seele zum Singen, zum Tanzen das Herz,

egal ob im Scherz – oder wahr? es ist wunderbar weil es wirkt

und somit verbirgt

sich darin Wirk_lichkeit

die verbannt was bekannt

und befreit was bereit,

die in Heiterkeit verwandelt,

was sonst mit Eitelkeit verbandelt

und verbindet was nie getrennt

weil sie benennt was

wir verschweigen

um zu zeigen

DIE ESSENZ

aller Dinge.


gewöhnlich spielt es keine rolle ob man mit dem rechten fuß zuerst aufsteht, oder ob es der linke ist, der nach dem schlafen als erster den boden berührt. doch dieses mal neigte jeremy im nachhinein dazu, dieser kleinigkeit eine schiksalswendende bedeutung zuzuschreiben.

 

dabei fing alles so gut an.

 

im badezimmerspiegel blickte ihne ein strahlendes gesicht entgegen als er  zum rasierpinsel griff und die waage zeigte 300 gramm weniger als am vortag.

 

durch das geöffntete fenster spürte er bereits die milde morgenluft und sonnenlicht fiel auf die fliederfarben wandfliesen.

 

er entschied sich für eine luftige leinenhose, cremfarben, und für ein leichtes hemd aus wildseide.

 

beim frühstück mischte sich frischer espressoduft mit der feinen note seines schlichten parfüms. alles lief gut. selbst als ihm der marmeladentoas hinunterfiel landete dieser auf der richtigen seite und es gab kein anzeichen der nahenden katastrophe. die großformatige zeitung auf dem stuhl interessierte ihn heute nicht und um die alltägliche welt noch ein wenig länger aus seinem leben auszusperren, verzichte er auf den gewohnten griff zur einschalttaste des radios. was für ein grandioser sonntagmorgen, ende märz und ungewöhnlich warm. jeremy wollte ihn auskosten, zelebrierte es, die kurze zeit die ihm noch von der langersehnten begegnung mit seiner liebsten trennte, sich an der  vorfreude zu laben.

 

er entschied sich für einen spaziergang durch die stadt die ihm heute in sanftes licht getaucht erschien. die wenigen leute die unterwegs waren grüßten ihn freundlich und die blumenverkäuferin schien sich mit ihm zu freuen als sie ihm den wunderschönen strauß liebevoll in ein transparente folie wickelte.

 

jeremy schlenderte weiter durch die liebmanngasse, vorbei an sonntäglich geschlossenen läden und als er rechts in die benedikstraße einbog konnt er den bahnhof schon sehen. obwohl er noch ausreichend zeit hatte fiel es ihm schwer das letzte stück langsam zu gehen, doch mit gleichmäßigen ruhigen atemzügen hielt er die steigende spannung auf einem angenehmen niveau. er ging durch die wartehalle und trotz seiner zielgerichtetheit entging es seiner aufmerksamkeit nicht, dass der inder, der tagein tagaus seine zeitungen ab 10 uhr morgens verkauft, heute noch nicht auf seinem platz war. doch da war es bereits um jeremy gesehen. selbst wenn er diesem ereigniss seine wahre bedeutung hätte beimessen hätte können, das dilemma, wäre nicht mehr umkehrbar gewesen.

 

Am fast leeren bahnsteig blickte er auf seine hellblaue uhr, zupfte mit einem kurzen ruck das hosenbein aus dem schuh in dem es sich beim treppensteigen verklemmt hatte und blieb beim schweifen seines blickes an der bahnsteiguhr hängen, die exakt eine stunde später anzeigte als jeremys.

sommerzeit

 


Gott gebären

 

Es ist Zeit wieder einen Gott zu gebären. Nein, es gibt nicht schon genug davon. Was denkst du denn, wie viele es braucht?!

Gott kann nicht oft genug geboren werden. Wobei die Dauer der Schwangerschaft um Gott zu gebären alle möglichen Zeiträume benötigen kann. Von einer Sekunde bis über viele Leben. Ja, bis mensch einen ersten Gott gebärt, dauert es immer viele Leben. Doch dann werden die Abstände kürzer, Gottseidank. Gottseidank sind wir nun schon so lange unterwegs, dass es immer mehr Götter gibt. Von wegen du sollst keine andern Götter haben neben mir. Das ist antikes Denken. Passend zu dem Zeitalter, wo es tatsächlich erst wenige Götter gab. Da erschien es schon wichtig, auf die paar zu achten und sie für sich zu beanspruchen (oder das Gegenteil zu machen und sie allen anderen aufzudrängen). Aber naja, wir haben sie ja auch nicht, wir gebären sie bloß. Ist auch gut so. Stell dir vor du müsstest eine Horde Götter großziehen… Klar gebären wir auch Menschen, bzw. die Frauen tun dies`. Schließlich braucht es Menschen - wo kämen sonst die Götter her! Es braucht also den Menschen um einen Gott zu gebären, doch braucht es Gott überhaupt?

Natürlich nicht. Es braucht keinen Gott. Es braucht keinen Gott, der Mensch braucht Gott. Mittlerweile sind wir ja schon recht gebärfreudig und trotz des anhaltenden Leides, gibt es immer mehr Götter auf Erden. Doch trotz der vielen Götter auf Erden gibt es anhaltendes Leiden.

Gott ist tot, sagte Nietzsche einmal. Umgotteswillen nein, Gott ist nicht tot. Götter werden geboren, verflüchtigen sich mit der Zeit und Neue werden geboren. Verflüchtigen ja, aber tot – nein, tot sind sie nicht.

Was denkst du ist wohl mit „Grüß Gott“ gemeint? Wie sollte mensch jemanden grüßen der tot ist, oder gar nicht existiert?! Nein, sie leben die Götter. Nun, das mit dem Grüßen ist halt so ein Ding. Du kannst Gott nicht einfach das Fell streicheln, oder einen Kuss geben, oder „na wie geht’s und übrigens schönen Gruß vom Heinrich“, sagen. Also lass das mal mit dem Grüßen, sonst verbringst du dein halbes Leben damit Gott zu suchen und das wäre wohl wirklich vergeudete Zeit, wo du doch jederzeit einen gebären kannst. Und frage jetzt bloß nicht wie! Und wenn du das dennoch tust, dann frage zuerst mal eine Frau wie sie ein Kind gebärt. Vielleicht beantwortet sich dann deine Frage nach Gottesgebären selber. Halt, halt, es geht nicht darum einen Gott zu zeugen! Das ist bereits geschehen. Da bleibe als Schuster mal schön bei deinen Leisten und begnüge dich mit dem Zeugen von Menschen!

Gott zeugen. Was bildest du dir ein! Gottes Wille geschehe – nicht deiner

Also gezeugt ist er bereits. Kümmere dich jetzt bitte nicht um das Wie

Also raus damit. Spuck ihn aus, entledige dich seiner pränatalen Existenz, behalte ihn nicht in dir. Gebäre ihn, gib ihn frei und lass ihn durch deine Poren heraus in die Welt strömen. Lass ihn durch deine Augen leuchten, oder durch deinen Mund in die Atmosphäre entweichen. Wie immer du es anstellst, es ist egal, doch bringe Ihn ans Licht der Welt damit Er sich dort entfalten kann. Seine Unendlichkeit braucht wortwörtliche Ent-Faltung. In deinem Leib ist wenig Raum dafür. Dein Horizont ist viel zu nahe, deine Grenzen zu eng, dein Verstand zu klein, dein Herz zu fixiert, deine Gefühle zu tief, komm schon, gib ihn frei, komm jetzt lass los, beende deine Schwangerschaft, zu lange bist du schon in den Gotteswehen, zu viel Schmerz, zu viel Leid, lass los, lass endlich los, lass los,… lass los….